Innovationslabor mit SISI: Gemeinsam neue Wege für mehr Inklusion am Arbeitsmarkt

ca. 15 Personen stehen in Innenraum, meist weiblich gelesen und essen und sprechen

Im Rahmen des ESF+-geförderten Projekts SISI – Stärkung und Inklusion im Rahmen der Sozialen Innovation“ arbeitet die Steirische Arbeitsförderungsgesellschaft (StAF) daran, Menschen nach gemeinnützigen Beschäftigungsprojekten (GBP) beim Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt zu unterstützen. Wir durften die Konzeptionsphase des Projekts mit partizipativen Formaten begleiten. Nach ko-kreativen Workshops mit arbeitssuchenden Menschen und Mitarbeitenden von GBPs stand im letzten Innobationslabor die Perspektive von Unternehmen im Fokus.

Interaktive Kennenlernrunde: Vielfalt als Stärke

Der Workshop begann mit einer interaktiven Raumaufstellung, bei der sich die Teilnehmenden auf kreative Weise kennenlernten. Die Vielfalt der vertretenen Betriebe – von kleinen Unternehmen bis zu großen Institutionen – zeigte, wie breit das Interesse an inklusiver Arbeitsmarktintegration ist. In der anschließenden Vorstellungsrunde wurden Erwartungen geteilt: Viele wollten mehr über das Projekt SISI erfahren, sich vernetzen und gemeinsam an Lösungen für mehr Inklusion arbeiten.

Einblick in die Projektarbeit von StAF und SISI

Monika Küttner und Silke Lipnik präsentierten die Tätigkeitsfelder der StAF sowie die Ziele und Ansätze des Projekts SISI. Dabei wurden Fragen der Teilnehmenden aufgegriffen und die Rolle von SISI als Brücke zwischen GBP und erstem Arbeitsmarkt näher erläutert.

Bedarfe und Erfahrungen aus Unternehmenssicht

In einer moderierten Gruppendiskussion wurden Erfahrungen und Wünsche der Betriebe gesammelt. Besonders hervorgehoben wurden:

     

      • Flexible Einstiegsphasen wie Arbeitserprobungen oder Eingliederungsbeihilfen

      • Individuelle Anpassung von Stellenprofilen

      • Persönlicher Kontakt zu Betriebskontakter:innen aus dem SISI-Team

      • Begleitende Unterstützung sowohl für Unternehmen als auch für neue Mitarbeitende

    Diese Aspekte wurden als zentrale Erfolgsfaktoren für eine gelingende Integration genannt.

    Drei Lösungsansätze für die Zukunft

    Im zweiten Teil des Workshops wurden drei konkrete Ansätze vorgestellt und gemeinsam diskutiert:

       

        • Unternehmensnetzwerk und Kooperation: Ein regelmäßiger Austausch zwischen Betrieben und dem Projekt SISI wurde als wertvoll erachtet. Netzwerktreffen, Best-Practice-Vorstellungen und Lernreisen könnten den Wissenstransfer fördern und gemeinsame Lösungen stärken.

        • Begleitetes Onboarding & Buddy-Systeme: Sensibilisierung einzelner Mitarbeitender als Multiplikator:innen, Mentoring-Modelle und ein fließender Übergang aus dem GBP in den Betrieb wurden als unterstützende Maßnahmen vorgeschlagen. Gleichzeitig wurde betont, dass die Eigeninitiative der Bewerber:innen gewahrt bleiben muss.

        • Praktika & Kompetenzerwerb: Praktika wurden als effektives Mittel zum gegenseitigen Kennenlernen und zur Vertrauensbildung gesehen. Der Wunsch nach längeren Kennenlernphasen und befristeten Einstiegsverträgen wurde deutlich formuliert.

      Ausblick: von der Idee in die Umsetzung

      Wie geht es nun weiter? Die Ergebnisse des Innovationslabors fließen direkt in die finale Konzeptentwicklung ein. Noch in diesem Jahr startet die Umsetzung und Erpobung erster Ideen. Wir sind gespannt!