Veranstaltung im Überblick
Datum: 6. März 2026, 9:00 – 12:00 Uhr
Ort: Online per Zoom
Moderation: Hemma Pertl (SI plus)
Kooperationspartnerinnen: Luise Ogrisek & Elisa-Maria Mwambashi Wenninger (Soziokratie Zentrum)
Teilnehmende: 18 engagierte Akteur:innen aus der SI Community (Projektträger:innen, Verwaltung, Wissenschaft, Netzwerke)
Ziel und Kontext
Partizipation ist ein zentraler Wert der Sozialen Innovation im ESF+ und darüber hinaus. Um der SI plus Community praxisnahes Wissen und Methodenkompetenz zu partizipativen Ansätzen zu vermitteln, fand in Kooperation mit dem SoziokratieZentrum dieser interaktive Workshop statt. Ziel war es, die Grundprinzipien und Tools der Soziokratie kennenzulernen und direkt anzuwenden – als Impuls für die eigene Arbeit und als Inspiration für zukünftige Projekte.
Inhalte und Ablauf
Ankommen & Einstieg
Hemma Pertl begrüßte die Teilnehmenden und skizzierte den Rahmen des Workshops. Luise Ogrisek und Elisa-Maria Mwambashi Wenninger leiteten eine Ankommensrunde, die zeigte: Viele Teilnehmende bringen bereits Erfahrungen mit soziokratischen Methoden mit – eine ideale Ausgangslage für den praxisorientierten Austausch.
Input: Basisprinzipien der Soziokratie
Die Expertinnen vermittelten die vier zentralen Prinzipien:
- Partizipation, Selbstorganisation, Gleichwertigkeit als Grundhaltung
- Gemeinsames Ziel und kooperative Haltung als Basis für erfolgreiche Zusammenarbeit
Im Fokus standen die Basiselemente der Soziokratischen Kreis-Methode:
- Konsent: Entscheidungen werden im Konsent getroffen – „good enough for now, safe enough to try.“
- Kreisorganisation: Entscheidungsstrukturen basieren auf miteinander verbundenen Kreisen.
- Doppelte Verknüpfung: Kreise sind über Leitung und Delegation doppelt verknüpft.
- Offene Wahl: Funktionen werden in moderierten Prozessen gewählt.
Praktisches Üben: Konsentmoderation
In Kleingruppen erprobten die Teilnehmenden die Konsentmoderation anhand einer fiktiven Entscheidungssituation: Ein Team aus Sozialpädagog:innen plant ein regelmäßiges Teamevent. Die Rollen (Einbringer:in, Meinungsrunde, Beobachtung) wurden verteilt, die Moderation von den Expertinnen begleitet. Die anschließende Reflexion – sowohl in den Kleingruppen als auch im Plenum – zeigte: Die Methode regt zu neuen Perspektiven und Lösungsansätzen an.
Transfer in die Praxis
In Zweierteams diskutierten die Teilnehmenden, wie sie die erlernten Prinzipien und Tools in ihrer täglichen Arbeit anwenden können. Die Ergebnisse wurden im Plenum geteilt und zeigten: Soziokratie bietet konkrete Ansätze für partizipative Entscheidungsfindung und Teamarbeit – auch in komplexen Projekten.
Ergebnisse und Resonanz
Der Workshop stieß auf großes Interesse und aktive Beteiligung. Die Abschlussrunde und das Check-Out bestätigten: Die Teilnehmenden nehmen nicht nur neues Wissen, sondern auch die Lust mit, Soziokratie in ihren Arbeitskontexten auszuprobieren. Eine Erhebung zum weiteren Bedarf wird in Kürze an die Teilnehmenden versendet.
Finanzierung
Die Veranstaltung wurde finanziert vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz und kofinanziert von der Europäischen Union.
Ausblick: Lust auf mehr?
Besucht uns bald wieder – aktuelle Termine findet ihr auf unserer Website, im SI plus Newsletter oder auf unseren Kanälen (Facebook, Instagram, LinkedIn).
Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden und freuen uns auf den Austausch beim nächsten Mal!
