Nachlese Experimentierraum: Soziale Innovation und Arbeitsmarkterfolg

Flipchart beschriftet und im Hintergrund buntes Banner mit SI plus

Ein Tag voller Austausch, Ideen und konkreter Schritte

Am 22. September 2025 trafen sich in Dornbirn, Vorarlberg engagierte Akteur:innen aus Praxis, Verwaltung und Sozialen Unternehmen im Experimentierraum „Soziale Innovation und Arbeitsmarkterfolg“ – ein Tag, der nicht nur zum Netzwerken, sondern vor allem zum gemeinsamen Gestalten einlud. Hier ein Rückblick auf die Highlights und Ergebnisse, die auch für alle, die nicht dabei sein konnten, spannend und relevant sind.

Begrüßung und Orientierung: Gemeinsam starten

Hemma Pertl eröffnete den Tag mit einer herzlichen Begrüßung und stellte das Projekt SI plus – Kompetenzzentrum für Soziale Innovation vor. Im Fokus standen dabei die vielfältigen Angebote für Träger:innen, wie das Methodentoolkit, das künftig noch mehr Unterstützung bieten soll. Ein besonderes Highlight war die Check-in-Runde mit dem Impuls „Arbeitsmarkterfolg ist für mich #…“. Die Antworten spiegelten die Vielfalt der Perspektiven wider – von „Menschen im Mittelpunkt“ bis „Statistik“. Ein „Themenparkplatz“ sammelte offene Fragen und größere Themen, die im Laufe des Tages nicht vertieft werden konnten, aber für die Zukunft festgehalten wurden.

Wertschätzende Erkundung: Good-Practice-Beispiele aus der Praxis

In Kleingruppen tauschten sich die Teilnehmenden zu positiven Beispielen von Arbeitsmarkterfolg (AME) aus ihrer Praxis aus. Die Methode Appreciative Inquiry ermöglichte einen wertschätzenden Einstieg. Im Plenum wurden die Ergebnisse mit der „Bingo-Cluster“-Methode gesammelt. Besonders deutlich wurde: Vernetzung, Menschlichkeit und persönlicher Kontakt sind zentrale Erfolgsfaktoren.

Input aus der Praxis: Daten, Fakten und aktuelle Entwicklungen

Nach einer kurzen Vernetzungspause folgten spannende Einblicke:

  • Ulli Schmid-Santer (arbeit plus Vorarlberg) präsentierte die Arbeit Sozialer Unternehmen und aktuelle Kennzahlen zum Vermittlungserfolg.
  • Petra Reicht und Reinhard Bauer (AMS Vorarlberg) ergänzten mit Daten und Fakten zur Arbeitsmarktsituation in Vorarlberg. Die LZAL-Zahlen steigen, doch die Vermittlungsquote liegt unter dem Bundesländerschnitt – ein klarer Handlungsbedarf.
  • Die lebhafte Fragestunde zeigte das große Interesse der Teilnehmenden an diesen Themen.

Prototypenwerkstätte: Gemeinsam Lösungen entwickeln

In kleinen, gemischten Gruppen wurden drei zentrale Handlungsfelder identifiziert und in Prototypen-Werkstätten vertieft:

  • Überarbeitung von Dokumenten (z.B. Zuweisungsblatt)
  • Transitcharakter in AMP-Maßnahmen stärker hervorheben
  • Vernetzung zwischen Verwaltung und Träger:innen verbessern

 

Mit der Methode „Gesetz der zwei Füße“ konnten Teilnehmende flexibel zwischen den Themen wechseln und ihre Expertise einbringen. Nach intensiver Arbeit wurden die Ergebnisse im Plenum zusammengefasst und konkrete Handlungsfelder definiert:

  • Vernetzungsformate für Verwaltung und Mitarbeiter:innen
  • Pilotprojekt zur Dokumentenüberarbeitung
  • Hospitationen im AMS prüfen
  • Best-Practice-Sammlung erstellen

Abschluss, Feedback & nächste Schritte

In der Abschlussrunde reflektierten die Teilnehmenden den Tag mit einem #Hashtag. Das Feedback war durchweg positiv: Vernetzung, gegenseitiges Kennenlernen und menschlicher Kontakt wurden als zentrale Mehrwerte hervorgehoben. Für die Zukunft sind weitere Austauschformate geplant, auch auf Geschäftsführungsebene.

Einladung an alle Interessierten

Interesse geweckt? Der Experimentierraum zeigte: Arbeitsmarkterfolg gelingt am besten gemeinsam. Abonniert unsere Kanäle und den Newsletter um keine Veranstaltung mehr zu verpassen. Wir freuen uns auf euch!