Im Rahmen der COP Social Innovation und COP Social Inclusion – unterstützt durch die Social Innovation+ Initiative – fand am 05.und 06. März ein zweitägiger Austausch-Event in Brüssel statt. Ziel der Veranstaltung war es, das gemeinsame Verständnis der Mitglieder der Communities of Practice (CoP) zu Impact Measurement und -Management als strategisches Instrument zu vertiefen. Besonders im Fokus stand, wie Impact Measurement die Wirksamkeit von Interventionen steigern, die Skalierung Sozialer Innovationen unterstützen und die Integration bewährter Ansätze in ESF+-Programme fördern kann.
ESF Social Innovation Plus als europäischer Impulsgeber
Die ESF Social Innovation Plus Initiative steht für Europas Engagement, Wohlfahrts- und Sozialsysteme durch innovative und wirksame Lösungen zu transformieren. Im Mittelpunkt stehen dabei Ansätze, die das Leben von Menschen verbessern, die von Obdachlosigkeit, Kinderarmut oder segregierten Lebensumständen betroffen sind. Um nachhaltigen Wandel zu erreichen, und damit niemand zurückbleibt, braucht Europa stärkere Mechanismen, um zu identifizieren, was für diese Zielgruppen funktioniert, Innovationen rigoros zu evaluieren und bewährte Lösungen in nationale und EU-weite Programme zu integrieren.
Von Reflexion zu konkreter Umsetzung: Der Studienbesuch als Brücke
Aufbauend auf dem gemeinsamen Online-Workshop „Sharing Visions, Challenges and Practices in Impact Measurement“ (18. November 2025) bot der Studienbesuch in Brüssel die Möglichkeit, das Verständnis für Impact Measurement als strategisches Werkzeug weiter zu schärfen. Hierzu wurden erfolgreiche Projekte hervorgehoben, die Wirksamkeit von Maßnahmen gesteigert, Skalierungsprozesse diskutiert und Soziale Innovationen in ESF+-Programme eingebettet.
Belgien als instruktives Fallbeispiel für den Transfer von Praxis in Politik
Belgien diente als besonders aufschlussreiches Beispiel für den Übergang von Praxis zu Politik. Trotz regionaler Fragmentierung hat das belgische Ökosystem für Soziale Innovation – unterstützt durch starke intermediäre Organisationen wie die Social Innovation Factory und die ESF-Verwaltungsbehörden – erfolgreich grenzüberschreitende Modelle (z. B. Frankreichs Territoires Zéro Chômeur de Longue Durée) adaptiert und gleichzeitig eigene Skalierungsmechanismen entwickelt, die auf lokalen Partnerschaften aufbauen. Der Studienbesuch bot eine wichtige Plattform, um diese belgischen Praktiken zu dokumentieren, zu analysieren und im ESF+-Community-Netzwerk zu verbreiten.
Fokus auf reale Fälle und kollaboratives Lernen
Während der Online-Workshop primär der Identifikation von Herausforderungen, Konzepten und emerging Practices diente, zielte der Präsenzbesuch darauf ab, Reflexion in konkretes Lernen zu übersetzen. Dazu kamen ESF-Verwaltungsbehörden, nationale Kompetenzzentren, Projektträger:innen, Evaluator:innen und Begünstigte zusammen, um sich anhand realer Beispiele auszutauschen und voneinander zu lernen.
Die Veranstaltung bot nicht nur Raum für inspirierende Diskussionen, sondern auch für die Sichtbarmachung bewährter Praktiken – wie etwa die Präsentation von neun belgischen Innovationen, die als Vorbilder für inklusive Soziale Innovation gelten:
Ein besonderer Dank gilt Bénédict Wauters (Europa WSE, Flämische ESF-Verwaltungsbehörde), der die Diskussionen mit seiner Expertise bereicherte, sowie Caroline Godts und Tomas De Groote, die den Studienbesuch organisierten und mit ihren Keynote-Sessions wertvolle Impulse setzten.
Impulse für die Zukunft
Die Veranstaltung unterstrich einmal mehr, dass Impact Measurement nicht nur ein Instrument zur Berichterstattung sein sollte, sondern ein strategischer Hebel für wirksamere, skalierbare und nachhaltige Sozialpolitik. Die gemeinsame Reflexion und der Austausch über Best Practices sind ein wichtiger Schritt, um Soziale Innovation und Inklusion in Europa weiter zu stärken – damit innovative Lösungen noch gezielter und flächendeckender wirken können.
Foto (c) Social innovation plus
