Vier Menschen mit Rücken zur Kamera

STORY:

Job-In

Kurzbeschreibung

Job-In verbindet als sozialinnovatives Pilotprojekt in Wiener Neustadt einen Offenen Raum, Streetwork und digitale Ansprache. So werden schwer erreichbare junge Menschen (NEETs) niederschwellig und beziehungsorientiert begleitet und neue Perspektiven für Bildung, Beruf und Teilhabe eröffnet.

Infos

Ort: Wiener Neustadt
Beginn: 2025
Projektstatus: Laufend
Aktions- und Wirkungsradius: lokal, regional
Themen: Arbeitsmarktintegration, Bildung, Inklusion & Teilhabe
Umsetzer:in: FAB – Verein zur Förderung von Arbeit und Beschäftigung
Finanzierung: Europäischer Sozialfonds Plus (ESF+) und Land Niederösterreich
Zielgruppe: Ausgrenzungsgefährdete junge Erwachsene zwischen 18 und 24 Jahren (in Ausnahmefällen ab 15 Jahren), die nicht in Ausbildung, Schule oder Arbeit sind (NEETs) und von bestehenden Angeboten nicht erreicht werden.

„In jedem Menschen steckt eine besondere Stärke, diese gilt es zu finden und zu fördern.“ (Petra Pilz, BA, Mitarbeiterin Job-In).

„Beziehung, Zeit und Vertrauen – und eine Haltung, die jungen Menschen auf Augenhöhe begegnet und ihnen etwas zutraut. Wir schauen nicht zuerst darauf, warum etwas nicht geht, sondern gemeinsam darauf, was möglich ist und was es dafür braucht. Dafür braucht es Raum für individuelle Wege, auch für Umwege, und ein Team, das mit Offenheit, Engagement und Freude dranbleibt.“ (Mag.a Ulrike Siegl, Projektleitung Job-In)

HERAUSFORDERUNGEN

Junge Erwachsene zwischen 18 und 24 Jahren, die sich weder in Ausbildung oder Schule noch in Erwerbstätigkeit befinden (NEETs), stehen häufig vor komplexen emotionalen, familiären oder sozialen Herausforderungen. Viele von ihnen sind an bestehende Unterstützungssysteme nicht mehr angebunden. Klassische, bürokratische oder verpflichtende Angebote der Arbeitsmarktpolitik erreichen sie oft nicht oder lösen Abwehr aus. Ohne gezielte und vertrauensvolle Unterstützung drohen eine langfristige soziale Ausgrenzung, die Verfestigung von Erwerbslosigkeit und der Verlust persönlicher Zukunftsperspektiven. Es fehlt an hürdenfreien Räumen, in denen junge Menschen in ihrem eigenen Tempo ankommen, Vertrauen aufbauen, ihre individuellen Stärken entdecken und schrittweise neue Perspektiven entwickeln können.

HERAUSFORDER-
UNGEN

Junge Erwachsene zwischen 18 und 24 Jahren, die sich weder in Ausbildung oder Schule noch in Erwerbstätigkeit befinden (NEETs), stehen häufig vor komplexen emotionalen, familiären oder sozialen Herausforderungen. Viele von ihnen sind an bestehende Unterstützungssysteme nicht mehr angebunden. Klassische, bürokratische oder verpflichtende Angebote der Arbeitsmarktpolitik erreichen sie oft nicht oder lösen Abwehr aus. Ohne gezielte und vertrauensvolle Unterstützung drohen eine langfristige soziale Ausgrenzung, die Verfestigung von Erwerbslosigkeit und der Verlust persönlicher Zukunftsperspektiven. Es fehlt an hürdenfreien Räumen, in denen junge Menschen in ihrem eigenen Tempo ankommen, Vertrauen aufbauen, ihre individuellen Stärken entdecken und schrittweise neue Perspektiven entwickeln können.

Fünf Menschne mit Rücken zur Kamera
Linie rot dekoration kurz
Bastelmaterialien auf einem Tisch

Lösungsansatz

Job-In verfolgt einen freiwilligen, hürdenfreien und partizipativen Ansatz. Ein offener Begegnungsraum am Hauptplatz Wiener Neustadt dient jungen Menschen als sicherer Ort zum Ankommen und Ausprobieren. Ergänzend erreichen mobiles und digitales Streetwork die Zielgruppe in ihren analogen und digitalen Lebenswelten. Das Angebot kommt ohne Zwang und bürokratische Hürden aus.

Erfahrene Coaches bieten individuelle Begleitung, Orientierung und Unterstützung bei persönlichen Anliegen. In kreativen und praktischen Workshops, Freizeitaktivitäten und Peer-Angeboten können junge Menschen ihre Stärken entdecken.

Die soziale Innovation liegt in der Verbindung von Offenem Raum, Streetwork, individueller Begleitung und Partizipation. Die Angebote werden gemeinsam mit den jungen Menschen weiterentwickelt und flexibel an ihr persönliches Tempo angepasst. So entstehen schrittweise neue Wege in Ausbildung, Schule, Beruf oder passende Anschlussangebote.

Wirkung

Durch den niederschwelligen Ansatz erreicht Job-In junge Menschen, die von bestehenden Unterstützungssystemen kaum oder nicht mehr erreicht werden. Wirkung beginnt dabei bereits vor einer Vermittlung: Teilnehmende gewinnen Vertrauen, entwickeln eine stabilere Tagesstruktur, erleben Selbstwirksamkeit und stärken persönliche und soziale Kompetenzen. Verlässliche Beziehungen und soziale Kontakte wirken Isolation entgegen und fördern gesellschaftliche Teilhabe. In ihrem eigenen Tempo entwickeln die jungen Menschen neue Perspektiven und gewinnen zunehmend an Handlungsfähigkeit. Darauf aufbauend entstehen konkrete nächste Schritte – vom Nachholen eines Abschlusses über weiterführende Bildungs- und Unterstützungsangebote bis hin zu Praktika, Ausbildung und Beschäftigung. Erste erfolgreiche Übergänge und konkrete Lehrstellenperspektiven machen diese Wirkung bereits sichtbar.

bunte dominosteine
Hand mit gestrecktem Zeigefinger

Lessons Learned

„Wenn man selbst mit Überzeugung hinter einem Projekt steht und die eigene Freude und Begeisterung sichtbar macht, überträgt sich diese positive Energie auch auf die Teilnehmer*innen.“ (Petra Pilz, BA, Mitarbeiterin Job-In).

„Soziale Innovation bedeutet für uns, Unterstützung aus der Perspektive junger Menschen neu zu denken. Unsere Erfahrung zeigt: Wenn Zugänge flexibel sind, Beziehung vor Erwartung steht und junge Menschen ihre nächsten Schritte aktiv mitgestalten können, erreichen wir auch jene, die den Anschluss an bestehende Angebote verloren haben.“ (Mag.a Ulrike Siegl, Projektleitung Job-In)