Kurzbeschreibung
Infos


Ab 2008 begann die Initiative Erwachsenenbildung als Teil des Regierungsprogramms, mit dem Ziel, kostenlose Bildungsangebote in ganz Österreich zu etablieren, um Grundkompetenzen zu sichern und das Nachholen von Pflichtschulabschlüssen für Erwachsene zu ermöglichen. Dabei wurde der Begriff „Basisbildung“ geprägt, der über die Alphabetisierung hinausgeht und von Anfang an verschiedene Kompetenzbereiche umfasst, darunter mathematische und digitale Fähigkeiten sowie das „Lernen lernen“. Eine Expert:innengruppe aus Politik, Wissenschaft und Erwachsenenbildung entwickelte das Programm.
Ein wesentlicher Schritt war die bundesweite Skalierung der Basisbildung, da vorherige Projekte regional begrenzt und mit geringen Teilnehmerzahlen liefen. Um eine flächendeckende Umsetzung zu gewährleisten, wurde das Programm mit klaren Rahmenbedingungen, Akkreditierungskriterien für Trägerorganisationen und Qualitätsstandards versehen.
Seit 2012 fällt die Basisbildung unter eine Artikel-15a-Vereinbarung zwischen Bund und Ländern, die bei länderübergreifenden Tätigkeiten der Bund mit allen oder ausgewählten Ländern Vereinbarungen über Angelegenheiten ihres jeweiligen Wirkungsbereiches schließen kann. Diese 15a-Vereinbarungen binden sowohl den Bund als auch die Bundesländer an die getroffenen Vereinbarungen und bieten im Skalierungskontext Stabilität und politische Unterstützung. Die derzeitige Vereinbarung läuft bis 2028, wobei Bund und Länder regelmäßig neu verhandeln müssen.
Fotocredit: Lukas Beck
Foto zur Verfügung gestellt vom Verein Projekt Integrationshaus