Kurzbeschreibung
Infos
"Abgesehen vom Finanziellen, ist Mut eine magische Zutat. Mut seitens der Teilnehmenden, sich auf das Projekt einzulassen und neue, unbekannte Wege zu gehen, sich neuen teilweise herausfordernden Situationen zu stellen und daran zu wachsen. Mut seitens der Mitarbeitenden, sich auf einen Arbeitsplatz einzulassen, wo es keine Vergleichserfahrungen gibt und somit die Komfortzone verlassen wird, [...] Mut seitens der Angehörigen, die diesen Weg gemeinsam mit den Teilnehmenden und Mitarbeitenden gehen."
Anna Eder-Tazreiter, Lebenshilfe Kärnten
Eigenes Gehalt eröffnet Menschen mit Behinderungen so viele neue Möglichkeiten. Sie werden selbstständiger, aktiver, sich selbst bewusster, reflektierter, trauen sich mehr zu, minimieren sich nicht auf ihre Einschränkungen, sondern beweisen, dass jeder Stärken und Fähigkeiten besitzt, die in der Arbeitswelt eingesetzt werden können. Dadurch nimmt auch die Präsenz von MmB in der Öffentlichkeit zu, was in weiterer Folge dazu führt, das es zu Berührungspunkten kommt und in der Regel Hemmschwellen und Vorurteile auf gesellschaftlicher Ebene abgebaute werden können und dies führt in weiterer Folge zu einer sensibleren, offenen und letztenendes inklusiveren Gesellschaft. Menschen mit Behinderungen knüpfen Kontakte und gewinnen an Selbstvertrauen, was sich in vielen alltäglichen Belangen bemerkbar macht. Vor allem die Schnupperpraktika und Praktika in Betrieben am ersten Arbeitsmarkt, in Begleitung von Vermittlungsmitarbeiterinnen, trugen maßgeblich zum Abbau von Vorurteilen bei. Berufsspezifische Fähigkeiten werden vor allem in der Praxis authentisch vermittelt und sind aus dem Projektalltag kaum wegzudenken, genauso die in Kleingruppen geführten Trainingseinheiten, wo individuell auf die Bedürfnisse der Teilnehmenden eingegangen werden kann.

Menschen mit Behinderungen oder Mehrfachbehinderungen haben in Österreich die Schwierigkeit, dass sie nach der Schulpflicht kaum Zugang zum ersten Arbeitsmarkt und damit zu einer eigenen Sozialversicherung haben, so dass sie keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld und Pension haben. Typischerweise landen diese Menschen nach der Schule oder gescheiterten Vermittlungsversuchen in Werkstätten, wo sie nur ein Taschengeld und keinen Lohn erhalten. Neben der sozialen Ausgrenzung und dem fehlenden eigenen Einkommen haben sie keinen Rechtsanspruch auf eine Rente im Alter und sind auf die Tagesstrukturen der Behinderteneinrichtungen angewiesen.
Das innovative Projekt richtet sich in erster Linie an Menschen mit Behinderungen, die in Werkstätten beschäftigt sind und umfassende Unterstützung bei der Integration in den ersten Arbeitsmarkt benötigen.
Menschen mit Behinderungen oder Mehrfachbehinderungen haben in Österreich die Schwierigkeit, dass sie nach der Schulpflicht kaum Zugang zum ersten Arbeitsmarkt und damit zu einer eigenen Sozialversicherung haben, so dass sie keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld und Pension haben. Typischerweise landen diese Menschen nach der Schule oder gescheiterten Vermittlungsversuchen in Werkstätten, wo sie nur ein Taschengeld und keinen Lohn erhalten. Neben der sozialen Ausgrenzung und dem fehlenden eigenen Einkommen haben sie keinen Rechtsanspruch auf eine Rente im Alter und sind auf die Tagesstrukturen der Behinderteneinrichtungen angewiesen.
Das innovative Projekt richtet sich in erster Linie an Menschen mit Behinderungen, die in Werkstätten beschäftigt sind und umfassende Unterstützung bei der Integration in den ersten Arbeitsmarkt benötigen.


Der ganzheitliche Ansatz beinhaltet die Vorbereitung der Teilnehmer:innen durch Trainingseinheiten in kleinen Gruppen (max. 5 Personen), die bedarfsorientierte Trainingseinheiten ermöglichen. Diese Trainingseinheiten finden viermal wöchentlich statt und konzentrieren sich auf das Training der öffentlichen Verkehrsmittel, das Erlernen von arbeitsmarktrelevanten Begriffen, das Erkennen von persönlichen Stärken und Fähigkeiten, die Stärkung des Selbstbewusstseins und der Selbstverantwortung sowie die Vorbereitung auf Bewerbungsphasen.
Die Teilnehmer:innen werden während ihrer ersten Schnupperpraktika (2-3 Tage) von Vermittlungsmitarbeiter:innen begleitet, d. h. sie üben und festigen die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, und am Praktikumsort bieten die Vermittlungsmitarbeiter:innen Unterstützung an.
Darauf folgt ein längeres Praktikum von etwa 12 Wochen, ebenfalls mit Begleitung, wobei der Schwerpunkt auf der Erreichung einer größtmöglichen Selbstständigkeit am Praktikumsort liegt. Im Anschluss daran erfolgt eine Arbeitnehmerüberlassung für bis zu sechs Monate, sofern beide Seiten einverstanden sind, mit dem Ziel einer Festanstellung im Unternehmen. Der/die Praktikumsvermittler:in bleibt während des Leiharbeitsverhältnisses für die Teilnehmenden erreichbar und steht dem Unternehmen als Ansprechpartner:in und klärende Instanz zur Verfügung.
Die Eingliederung von Menschen mit Behinderungen oder Mehrfachbehinderungen in den ersten (allgemeinen) Arbeitsmarkt wird:
